28.09.2012 – Chasing the Light

Mit dem Licht fängt alles an.

“Chasing the Light” – „das Licht jagen“ nennen einige Photographen, vor allem Landschaftsphotographen,  ihre Tätigkeit.

Mit den Mitteln der digitalen Bildbearbeitung halten viele das heute für überflüssig.

Wo das Licht nicht passt, wird es passend gemacht. Das Ergebnis sieht man in den vielen Internetcommunities und einem Großteil der Zeitschriften, die sich mit “foto” beschäftigen. Mit Photographie, mit dem “Schreiben mit Licht”, hat das meist nicht mehr viel zu tun. Den meisten dieser ach so modernen Schreiber fehlt die Grundlage, das Handwerk, die Fähigkeit zu “Schreiben”.  Die eignene Handschrift ist ein Werk der eigenen Hand, ist Handwerk im wahrsten Sinne des Wortes. Wer das Handwerk nicht beherrscht, sein Handwerkszeug nicht kennt, der wird auch keine Handschrift entwickeln können.

Bei vielen Lehrern und in einigen Schulen setzt sich diese Erkenntnis mittlerweile auch durch. Der Wert der Handschrift und des Füllhalters wird wieder erkannt.

Für die Photographie ist die analoge Kamera was der Füllhalter oder Füller für die Handschrift ist. Verzicht auf (allzuviel) Automatik, auf allzuviel automatische Perfektion. Ehrlichkeit, Fehler und kleine Mängel nicht verdecken, sondern erkennen lassen, manchmal unerbittlich zeigen. Die Forderung nach Beachtung der Regeln, nach Präzison, das sind die Attribute des Füllers wie der analogen Kamera.

Fehler werden von beiden bestraft: der Füller ohne Kappe straft durch Eintrocknen der Tinte und die zu früh geöffnete Kamera durch Zerstörung des Films. Ungenaue Belichtung bleibt genau so erkennbar wie ein doppelter Strich mit dem Füller.

Womit schreiben Sie und womit photographiern Sie?

Das photographische Handwerk beginnt ganz klein, ganz einfach, ganz ohne Technik. Mit einem Photogramm, einem Schattenbild vielleicht, oder mit einer Lochkamera.

… Fortsetzung folgt …

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